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Ganz schön würzig

Autorenbild: all about taste Team
all about taste Team
vor 8 Stunden
3 Min. Lesezeit

Eine schöne Gewohnheit: Die Suppe oder der Gurkensalat ist erst dann fertig, wenn wir ein paar Kräuter darüber gestreut haben – der Schnittlauch bei der Suppe, der Dill beim Gurkensalat. Das wertet ein bescheidenes Gericht schon deshalb auf, weil die Kräuter rein optisch was hermachen und auch noch gut schmecken. Gemeinsam mit der Petersilie sind diese drei Küchenkräuter eindeutig die Top 3 oder das kleine Einmaleins des Würzens. Dass beispielsweise Petersilie ganz nebenbei ein Superfood ist, weil sie eine ordentliche Portion Vitamin A, B1, B2, C und E enthält, ist das Extra-Plus. Obwohl ich niemanden kenne, der Petersilie genau deshalb auf die Kartoffeln streut, ist der gesundheitliche Aspekt natürlich nicht zu verachten. Es geht meistens um den reinen Geschmack. Denn: Sie verfeinert unser Gericht auf jeden Fall. Die Optik, das wollen wir nicht leugnen, spielt auch eine Rolle.



Manchmal fragt man sich, wie die Menschen eigentlich Tomaten gegessen haben, bevor es hier Basilikum gab. Pur? Wie langweilig! So weit wollen wir nicht gehen. Weil gute und vor allem ausgereifte Tomaten auch ohne das italienische Duo aus Basilikum und Büffelmozzarella eine leckere Angelegenheit sind. Beim Schwetzinger Ferienprogramm mit Kindern konnten wir feststellen, dass die Tomaten ein Highlight waren. Wir hatten sie in verschiedenen Farben gekauft und verarbeitet, von Rot bis Auberginenfarben. Die Kinder waren komplett begeistert.


Schnittlauch, Petersilie, Dill und Basilikum haben bei vielen Freunden guter Küche längst einen festen Platz im Garten, auf dem Balkon oder zeitweise auf der Fensterbank. Da sind sie immer einsatzbereit.


Und: Ihre reine Anwesenheit macht bereits Appetit. Das Basilikum animiert schon durch seinen intensiven Duft zu einem Pesto: Basilikumblätter, Walnusskerne (vergessen Sie Pinienkerne!), Knoblauch, Parmesan und gutes Olivenöl – mit Spaghetti sind Sie im siebten Himmel. Dill ist auf der Fensterbank nicht wirklich zu Hause, im Garten oder auf dem Balkon schon eher. Er neigt zum Wuchern. Aber seine Einsatzmöglichkeiten sind fast unendlich. Klassiker sind der Gurkensalat, der Fisch und die Eier, wenngleich man ihn damit fast ein wenig unterschätzt. Denn zu Meeresfrüchten wie Krabben oder Lachs passt er hervorragend. Wer einen Graved Lachs selbst macht, der kommt um Dill nicht herum. Aber Vorsicht: Dill sollte man nicht hacken, sondern zupfen oder schneiden.



Die Palette der guten heimischen Kräuter ist beliebig erweiterbar: Thymian, Rosmarin, Minze, Salbei, Estragon. Da fällt einem zu jedem der Kräuter gleich ein Gericht ein: die Sauce béarnaise, das Rosmarin-Huhn, die Erbsen-Minz-Suppe.

Oder Fenchelkraut, das man am besten selbst zieht. Das Kraut eignet sich ebenso wie die Fenchelsamen und gibt vielen Gerichten den italienischen Twist. Tipp: Zerstoßene Fenchelsamen in die Fischsuppe!




Einer der würzigsten ist der Majoran, den man sowohl frisch als auch getrocknet verwenden kann. Getrocknet sollte man ihn mitkochen, frisch erst zum fertigen Gericht geben. In beiden Fällen aber sparsam. In Italien führt kein Weg am sehr aromatischen Oregano vorbei. Er ist auf der Pizza, auf Pasta und bei nahezu allen Gemüsegerichten wie Auberginen oder Zucchini. Ossobuco ohne Oregano ist nicht denkbar.


Auch hier gilt: sparsam einsetzen.

Rosmarin ist zwar ebenfalls ein Kraut aus dem Süden, aber schon seit Jahrhunderten auch in unseren Breiten zu Hause. Er wächst üppig und hat einen intensiven Duft – ein Kraut mit Charakter. Rosmarin gibt Fleisch und Saucen ein unverkennbar würziges Aroma, paart sich gern mit Kartoffeln, Fisch und Suppen. Und erlebt bei Cocktails eine ganz neue Karriere: Gin Tonic oder Aperol gibt Rosmarin einen speziellen Geschmack.


Thymian hat eine interessante Entwicklung hinter sich. Man bekommt ihn seit einigen Jahren in sehr unterschiedlichen Varianten. Die bekannteste dürfte der Zitronenthymian sein. Man verwendet ihn frisch oder getrocknet, wobei der getrocknete viel aromatischer ist als der frische. Er bietet aber wie Rosmarin, Oregano oder Majoran viele Möglichkeiten, ihn bei unseren Gerichten einzusetzen. Die beliebtesten sind sicher Lamm, Kalb, Kartoffeln und Saucen. Tipp: Getrockneten Thymian auf gegrillten Schafs- oder Ziegenkäse.

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