Wo Food Fashion ist

Mode im Quadrat: Food is Fashion.

Mode im Quadrat: Food is Fashion.

Manchmal passt es einfach super, der Beruf und private Interessen haben einen kurzen Berührungsmoment – und den an einem Urlaubstag. Und so landet man mittags im Mannheimer Restaurant Opus V bei der Buchpräsentation des Sternekochs Tristan Brandt. „Restaurants in Mode“ heißt es und ist seit dem 16. November für 69,00 Euro im Handel. Ein gewichtiges Werk: Über 2.000 Gramm bringt es auf die Küchenwaage und es lohnt sich, in die außergewöhnlich vielschichtigen Konzepte des jungen Sternekochs einzusteigen, die allesamt im Modehaus Engelhorn untergebracht sind. Als Geschäftsführer von Engelhorn Gastro zeichnet er für fünf Restaurants (eins davon das Opus V mit zwei Sternen, in dem er seine Idee einer modernen, kreativen und zeitgeistigen Küche verwirklicht, sowie das ebenfalls besternte Corange (Küchenchef: Dominik Markowitz)) verantwortlich, eine Champagnerbar, eine Chocolaterie und eine Kaffeebar sowie für mehr als 130 Mitarbeiter. Seit fünf Jahren kocht Tristan Brandt im Modehaus und hat dessen Image nachhaltig verändert. Rund 800 bis 1.000 Gäste werden täglich hier bewirtet. Die neun gastronomischen Betriebe, die für spezifische Zielgruppen und Anlässe konzipiert wurden, werden in dem Werk gewürdigt: in Bild und Text und mit Rezepten. Je nach Restaurant hat sich der Verlag Edition Port Culinaire, Köln, für eine bestimmte Typografie und ein spezielles Papier entschieden. Eigentlich wollte der keine Kochmonografien mehr machen – der Markt sei tot, so Verlagschef Thomas Ruhl. Und der ganze Bereich „man nehme“ (Rezepte) sei ins Internet abgewandert. Und so will er das Buch von/über Tristan Brandt nicht als Kochmonografie verstanden wissen, sondern als ein „Werk für alle Bereiche der Engelhorn-Philosophie“. Richard Engelhorn nutzte die Gelegenheit der Präsentation und machte klar, dass beim gastronomischen Konzept noch Luft nach oben ist. „Wir werden weitermachen und uns mit den Dingen beschäftigen, die unsere Immobilien noch lebendiger machen.“ In Konkurrenz zu dem starken Online-Geschäft muss der stationäre Handel seine Zielgruppen durch Atmosphäre und sinnliche Erlebnisse begeistern. Für das Modehaus bedeutet das unter anderem: gastronomische Konzepte für die jungen T-Shirt-Käufer ebenso für die Menschen, die angesagte Designermode oder teure Abendrobe erstehen.
Ein netter Zug: Jedes der Restaurantpräsentationen in dem Buch wird mit einem Grußwort eines Stammgastes eingeleitet. Thema Nachkochen: Bei den Rezepten aus den Sterneküchen ist das mehr als eine Herausforderung – wer hat schon das Equipment daheim (vom Können ganz zu schweigen). Ab den Rezepten aus der Faces Lounge mit Küchenklassikern, dem lässigen Dachgarten mit Bar- und Streetfood oder dem Coq au Vin, das französische Bistrogerichte bietet, wird’s einfacher. In Szene gesetzt hat das Ganze Autor und Fotograf Thomas Ruhl zusammen mit seinem Team. ma

Restaurants in Mode: Tristan Brandt.

Restaurants in Mode: Tristan Brandt.

Kommentare sind geschlossen.

Zur Werkzeugleiste springen