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Mediterrane Kost und Covid-19

mediterrane Ernährung und Covid-19

Mediterrane Kost und Covid-19

Weniger Symptome und schnellere Besserung: In einer Querschnittsstudie haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Covid-19-Patienten, die sich schon vor ihrer Erkrankung mediterran ernährten, ein eher reduziertes Risiko für schwere Verläufe und geringer ausgeprägte Symptome haben und ihre Genesung rascher vonstatten geht.

Eine Ernährung im Sinne der mediterranen Kost, gekennzeichnet durch viel Obst und Gemüse, Nüsse, Fisch und Olivenöl, wurde bereits in vielen Studien mit einem reduzierten Risiko für eine Reihe chronischer Erkrankungen assoziiert, die teils inzwischen als typische Begleiterkrankungen schwerer Covid-19-Verläufe bekannt sind. Allerdings ist unklar, ob die Einhaltung der mediterranen Ernährungsform auch mit dem Schweregrad und den Symptomen von Covid-19 in Zusammenhang steht. Die vorliegende Studie untersuchte dies anhand von Ernährungsmustern im Vergleich von Covid-19-Verläufen und Symptomen bei iranischen Patienten, die wegen dieser Viruserkrankung klinisch behandelt wurden.

In dieser Querschnittsstudie wurden 250 Covid-19-Patienten im Alter von 18 bis 65 Jahren untersucht. Mit Hilfe eines Nahrungsmittel-Frequenz-Fragebogens ermittelten die Wissenschaftler die Ernährungsweise der Studienteilnehmer im Jahr vor ihrer Covid-19-Diagnose. Wie ausgeprägt sich die Personen entsprechend der mediterranen Kost (Mediterean Diet = MD) ernährten, wurde anhand eines MD-Scores ermittelt. Der Schweregrad von Covid-19 wurde anhand der Kriterien des National Institutes of Health’s Coronavirus Disease 2019-Reports eingeschätzt. Zusätzlich ermittelten die Wissenschaftler unter anderem Symptome, die mit Covid-19 assoziiert sind, sowie Entzündungsmarker.

Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 44,1 Jahre alt. Etwa die Hälfte (46 Prozent) hatte einen schweren Covid-19-Verlauf. Die Patienten, die sich besonders ausgeprägt mediterran ernährten (höchster MD-Score), hatten nach Berücksichtigung weiterer relevanter Faktoren (etwa Alter, Geschlecht), ein um 77 Prozent geringeres Risiko, einen schweren Verlauf zu erleiden. Der MD-Score war zudem invers mit Covid-19-Symptomen wie Atemnot, Husten, Fieber, Schüttelfrost, Schwächegefühl, Muskelschmerz, Übelkeit und Erbrechen sowie Halsschmerzen assoziiert. Die MD hing darüber hinaus mit der Dauer des Krankenhausaufenthalts und der Genesung zusammen.

Eine stärker mediterran ausgerichtete Ernährung stand somit in Zusammenhang mit geringer ausgeprägten typischen Symptomen und einer geringeren Wahrscheinlichkeit, schwer an Covid-19 zu erkranken. Patienten mit einer im Jahr vor ihrer Erkrankung vorwiegend mediterranen Ernährung waren im Schnitt für kürzere Zeit in klinischer Behandlung und rascher genesen.
Original Titel: Higher Adherence to the Mediterranean Dietary Pattern Is Inversely Associated With Severity of Covid-19 and Related Symptoms: A Cross-Sectional Study
Quelle: DeutschesGesundheitsPortal / HealthCom

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