Italiens magische Mitte: Umbrien

Rita neben Kochbuch.

Die Heilige der Hausfrauen, Rita, wacht über „So kocht Umbrien“.

Die schönsten Dörfer und Städtchen Italiens (28 von 100), Heilige, Oliven und Trüffel: Wer in der der Toskana noch einmal kurz Gas gibt, der landet im Umbrien. Das grüne Herz hat alles, was wir an Italien so lieben (außer Meer). Das Mittelalter ist zum Greifen nah, die Heiligendichte ist enorm – der heilige Benedikt, die heilige Klara, der heilige Valentin, die heilige Rita (die Heilige der Hausfrauen!!) und natürlich Franz von Assisi, wenn man so will, der Star und bekannteste unter ihnen. Wer schaut, wandert oder pilgert, muss unbedingt auch rasten. Denn natürlich hat Umbrien eine tolle Küche. Berühmt sind nicht nur die kleinen wohlschmckenden Linsen aus Castelluccio, auch andere Hülsenfrüchte machen hier „bella figura“ wie etwa Platt- oder Wilderbsen, die bei uns kaum oder wenig bekannt sind. Die Region ist darüber hinaus berühmt für Trüffel, für seinen „Sedano nero“, schwarzen Sellerie, Wein, Safran – und Olivenöl. „Ohne Olio läuft nichts in diesem Landstrich“, wissen Daniela und Felix Partenzi, deren (zweite) Heimat Umbrien ist. Lediglich der Café bliebe verschont …In Umbrien ist Olivenöl ein Allzweckmittel. In der Küche, aber auch sonst, schreiben die Autoren. Ab Oktober, wenn die grünen Oliven violett werden, wird geerntet, gefeiert und genossen. Meist deftig und gut. Umbrien galt lange als arm, heute gilt es als reich – auch im Sinne seiner kulinarischen Schätze. Ein paar davon stellt das Ehepaar Partenzi in „So kocht Umbrien“ vor und tischt auf Gerichte und Geschichten von Tanten und nahbaren Typen aus Italiens Mitte: Man kann sie einfach nur gernhaben. Das Buch ist erschienen im Verlag Gerstenberg, hat 190 appetitanregend gestaltete Seiten mit rund 60 Rezepten und ist zu haben für 26 Euro. Unser Buch des Monats September.

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